Gottesdienst mit Vorsteherbeauftragung

Apostel Kasper in Wolgast

Am 9. November 2025 leitete Apostel Helmut Kasper den Gottesdienst in der Gemeinde Wolgast.

Bitte um den Vater und Gotteskindschaft

Apostel Kasper bezog sich auf das Lied „Weise mir, Herr, deinen Weg“, welches der Chor zuvor gesungen hatte und verband es mit den Abschiedsreden Jesu an seine Jünger. Er erinnerte an die Verunsicherung der Jünger, als Jesus von seinem Weggang sprach, und hob die Bitte des Philippus hervor: „Zeig uns den Vater.“ Der Apostel ermutigte, in Gottesdiensten, im Gebet und in der Bibellektüre den Vater zu suchen, statt sich in kleinteiligen Fragen zu verlieren. Er betonte, dass Jesus Christus den Vater offenbart und nahe ist, insbesondere im Wort, Sakrament und Heiligen Abendmahl.

Der Apostel verwies auf den 1. Johannesbrief, insbesondere auf die Worte: „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen und wir sind es auch.“ Er unterstrich die Sicherheit der Gotteskindschaft durch Taufe und Versiegelung, die Gott nicht zurückzieht. Der Fokus lag auf der Liebe untereinander: „Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind.“ Er warnte vor einem verdammenden Herzen, das durch enge Urteile über andere entsteht, und betonte, dass Gott größer ist als unser Herz. Gott überzeugt durch das Opfer Jesu und sucht Glaubende, die auf seine Hilfe vertrauen. Als Beispiel nannte er die Jünger und den verlorenen Sohn, um Gottes Größe und Gnade zu illustrieren.

Freispruch und Nächstenliebe

Priester Peter Franke verglich den Gottesdienst mit einer Gerichtsverhandlung, in der das Herz den Menschen verdammt. Gott jedoch weist die Anklage durch Jesus Christus ab und spricht frei. Er betonte, dass nichts die Gotteskindschaft trennt, und rief zur Dankbarkeit auf, die sich in der Liebe zum Nächsten zeigt. Bezogen auf die Beauftragung des neuen Vorstehers ermutigte er die Gemeinde, diesen mit Gebet und Liebe zu unterstützen, anstatt anzuklagen. Gott erkennt das Bemühen jedes Einzelnen und macht die Gemeinde zu einem Ort des Wohlbefindens.

Gott als König annehmen

Bezirksevangelist Torsten Eisak betonte, dass Gott der König ist und alles gut wird, wenn dies im Herzen verankert ist. Er warnte davor, dass ein anklagendes Herz Gott klein macht und den Glauben mindert. Gott ist die Liebe, die erlebt und gelebt werden soll. Er dankte Priester Franke für seinen Beitrag und bezeichnete den neuen Vorsteher als „zugeflogenes Geschenk“ Gottes. Er rief dazu auf, diesen anzunehmen und sich von Gottes Größe überzeugen zu lassen, trotz Unvollkommenheit aller Beteiligten.

Beauftragung des Vorstehers

Apostel Kasper beauftragte Priester Holger Völkner als Vorsteher der Gemeinde Wolgast. Er betonte, dass der Ruf Gottes die Sicherheit gibt und ein reines Herz schafft. Der Vorsteher bringt kindlichen Glauben und Sicherheit in Gottes Nähe ein. Die Aufgabe umfasst, die Gemeinde in Liebe zu führen, Regeln einzuhalten und den neuapostolischen Glauben zu vermitteln, einschließlich Wiederkunft Christi und Apostelamt. Im Gebet segnete der Apostel den Vorsteher mit Gaben des Heiligen Geistes, um Aufgaben in Kraft auszuführen, den Blick auf Gottes Größe zu lenken und Schwache zu begleiten. Der Segen Gottes und der Friede des Auferstandenen wurden zugesprochen.